Aktuell

Die Gucklochaktion von Stein am Rhein

Detaillisten der Steiner Altstadt machen mit einer koordinierten Aktion auf sich aufmerksam

Janine Steinmann, Geschäftsführerin der Drogerie Hottiger, vor einem verklebten Schaufenster mit je einem Guckloch für Kinder und für Erwachsene.

 

(psp) Seit vergangenen Donnerstag sind in der Altstadt von Stein am Rhein die Schaufenster einiger Geschäfte fast ganz zugeklebt. Man kann nur noch Dank Gucklöchern in das Ladeninnere oder in die Auslagen schauen. Die Gucklöcher sind so angebracht, dass sowohl Erwachsene als auch Kinder schauen können, was sich in den Geschäften verbirgt. Die Aktion dauert bis Morgen Samstag und wurde von einigen Geschäften unabhängig vom Steiner Gewerbeverein ins Leben gerufen.

Ein Openair-Einkaufszentrum
Von Mitinitiantin Janine Steinmann, Geschäftsführerin in der Drogerie Hottiger, war zu erfahren, dass diese Aktion nicht gegen die Neueröffnung der Migros oder gegen andere Läden aus­serhalb von Stein am Rhein gerichtet ist. Die teilnehmenden Geschäfte in der Steiner Altstadt wollen sich mit dieser Aktion einerseits wieder einmal ins Bewusstsein vor allem der Einheimischen rufen. Andererseits will man gleichzeitig auf eine besondere Art und Weise die Werbetrommel für all die vielen grös­seren und kleineren Geschäfte und gastronomischen Angebote im Städtchen mit ihren interessanten und vielfältigen Angeboten rühren.
Unter den Teilnehmenden sind etliche Geschäfte auszumachen, die sich schon seit einigen Jahren und Jahrzehnten auch um das Wohl der Einheimischen bemühen. Mit der Gucklochaktion hofft man zudem, etliche Besucherinnen und Besucher in die Läden zu locken. Dort könnten sich die erhofften zahlreichen Interessierten vor Ort davon überzeugen, dass ein grosser Teil des täglichen Bedarfs auch im Städtchen eingekauft werden könnte, dass es auch in der Altstadt Artikel mit hoher Qualität zu kaufen gibt und dass Wert auf eine gute Betreuung der Kunden legt. Schliesslich gilt auch hier das Sprichwort, dass der Kunde König ist.
Man hofft weiter, dass das schmucke alte Städtchen, das oft als Edelstein bezeichnet wird, seine Lebendigkeit behält und will mit der Aktion auch darauf aufmerksam machen, dass aus der Steiner Altstadt kein zweites Ballenberg oder eine Geisterstadt werden soll. Es handelt sich um Befürchtungen, die dann eintreten könnten, wenn noch mehr Einheimische ihre Einkäufe am Stadtrand oder ausserhalb der Stadt tätigen. Auch hoffen die Mitarbeiter in den Geschäften dank dieser Aktion mit etlichen Besucherinnen und Besuchern in ein gutes Gespräch zu kommen. Und das für einmal nicht in einem geschlossenen Einkaufszentrum, sondern in einem Openair-Einkaufszentrum mit diversen Einkehrmöglichkeiten. 

In positiver Erinnerung halten
Gleichzeitig sieht Janine Steinmann die Aktion als einen Weckruf für viele Geschäfte. Dabei erwähnte sie, dass es für die Geschäfte in der Steiner Altstadt immer wieder wichtig sei, auf sich und ihre Leistungen aufmerksam zu machen. «Um nicht stehen zu bleiben, muss man sich immer wieder in positiver Erinnerung halten». Damit die Besucherinnen und Besucher aus Stein am Rhein und Umgebung die Aktion in möglichst guter Erinnerung behalten, gibt’s in den Gucklöchern nicht nur Hinweise aufs Geschäft, sondern da und dort auch Überraschungen und möglicherweise sogar Spezialaktionen. Festgehalten wurde auch, dass es sich um keine Aktion des Gewerbevereins handelt. Janine Steinmann erwähnte aber, dass der Gewerbeverein wertvolle Arbeit leiste und bereits jetzt schon mit der bevorstehenden Märlistadt alle Hände voll zu tun habe. Dabei erhalten die Geschäfte in der Altstadt erneut eine grossartige Möglichkeit, sich und ihre Leistungen zu präsentieren.