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Roger Forrer: «Wir haben es geschafft»

Stiftung Turmhof, Steckborn, informierte an der Gönner-Versammlung über die neuesten Entwicklungen

Informierten über die aktuelle Situation der Stiftung Turmhof (vlnr): Heinz Kasper (Finanzchef), Felix Lieberherr (Kulturprogramm), Roger Forrer (Stiftungspräsident) und Max Arnold, Präsident der Baukommission, vor dem Turmhof.

(kü) Die Turmhof-Hürden sind überwunden. Die Renovationen abgeschlossen. Die Rechnung sieht gut aus. «Wir haben es geschafft», sagte Roger Forrer, Präsident der Stiftung Turmhof.
Im Turmhof Steckborn herrschte am Freitagabend an der jährlichen Gönnerinnen und Gönner-Versammlung der Stiftung Turmhof heitere Sommerstimmung. Ein Gefühl von Dankbarkeit machte sich breit, dass trotz enormen Hürden es gelang, die anspruchsvolle Arbeit voranzutreiben und zu vollenden. Brückenbauer zwischen Kirche, Politik und Wirtschaft, Beharrungsvermögen, Disziplin und ein bisschen Glück leiteten in die Erfolgsphase. «Super, wir haben es geschafft», sagte Stiftungspräsident Roger Forrer. Die Renovationen sind abgeschlossen, ein schöner Teil der exklusiven Liebhaber-Wohnungen und Räumlichkeiten sind vermietet. Die Rechnung sieht gut aus. «Wir gemeinsam haben den Turmhof und seine Gebäude fertig gestellt und wir können mit den heutigen Einnahmen alle Zinsen und die von der TKB geforderte Amortisation bezahlen», sagte Forrer. Ausserdem habe die Stiftung nach dem Abschluss aller Arbeiten und den Rechnungen noch zirka 500 000 Franken – also eine halbe Million – auf dem Konto. «Quasi als Startkapital für eine gute Zukunft für den Turmhof», betonte der Stiftungspräsident. Das heisse aber auch, nicht übermütig zu werden. Forrer dazu: «Dies bedeutet, dass wenn nicht alle Mieter auf einen Schlag kündigen, dass der immer wieder ins Spiel gebrachte Heimfall der Gebäude die nächsten hoffentlich gefühlten hundert Jahre kein Thema mehr sein wird». Denn das «teilweise schon fast tot geglaubte Wunder, die Renovation des Turmhof-Ensembles fertig zu stellen, ist geglückt.

Lange Anerkennungsliste
Bei den Dankadressen an die Gründerfamilie Hertner, Stadt, Bevölkerung, Kanton, Darlehensgeber und vielen ehrenamtlichen Einsätzen machte Forrer bewusst, wie wichtig finanzielle und emotionale Unterstützung waren. Er blendete zurück: «Manchmal war ich nur schon froh, wenn Leute nichts gesagt haben, also die Negativredner nicht noch unterstützt haben». Die Anerkennungsliste und die der ehrenamtlich Tätigen waren lang, reichte vom Stiftungsrat über die Baukommission, Finanzkommission, Kulturkommission, Architekten bis zu den Handwerkern und Turmhof-Nachbarn.
Max Arnold, Präsident der Baukommission, sagte: «Ich bin gottfroh, dass wir diesen Hosenlupf gewagt haben. Wir dürfen stolz sein. Es ist ein Bijou entstanden». Max Arnold beschönigte auch nicht, dass die Diskussionen mit der Denkmalpflege und der Ortsbildkommission viel Nerven gekostet haben. Dickes Lob gab es für die Handwerker. «35 verschiedene Handwerker und Lieferanten, 34 Ortsansässige und von der Umgebung. Die Handwerker haben mustergültig gearbeitet. Wir sind im Kostenrahmen», lobte Arnold. Ausnahme: ein Briefkasten, der wurde «sehr günstig» von «auswärts» gekauft, von einer Firma im Aargau. Ein Kränzlein wurde auch Peter Röthlisberger – Mädchen für alles – gewunden für seine «militärisch exakte sauber durchgeplante» Koordinationsarbeit und für den städtischen Bauverwalter Egon Eggmann, auch einer der den Durchblick habe.

Finanzierung der Baukosten
Auf der Geldsuche habe es viele Gespräche gebraucht, erklärte Finanzchef Heinz Kasper. Er listete die Finanzierung der Baukosten mit total 5,4 Millionen Franken auf: 2,5 Millionen TKB, 1,35 Millionen Darlehen Stadt Steckborn, 646 000 Franken Beiträge NHG (Natur- und Heimatschutz), vorfinanziert durch TKB, und 904 000 Franken Stiftungsgelder. Dazu eine halbe Million Darlehen vom Lotteriefonds, zinsfrei auf zehn Jahre. Finanzchef Kasper zeigte auf, dass die Strategie langfristig angelegt ist.
Felix Lieberherr, zuständig fürs Kulturprogramm Turmhof, verwies auf das hochkarätige Kulturprogramm, das von der Bevölkerung gut angenommen wird.
Auf Nachfrage sagte der frühere evangelische Kirchenpräsident und Turmhof-Kapitän, Alfred Muggli, der die Stiftung durch stürmische Gewässer geführt hat: «Für mich ist es eine grosse Erleichterung und eine Genugtuung, dass jetzt alles gut herausgekommen ist und auch die Rechnung positiv ausgefallen ist».

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